Wissenschaftliche Begleitung

Modellprojekt „Bildungshaus 3 – 10“

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Wirkungsanalyse

Die Wirkungsanalyse nimmt verschiedene Bereiche in den Blick:

  • Entwicklung der Kinder
  • Entwicklung der Einrichtungen
  • Wirkung auf pädagogische Fachkräfte

Die Wirkungsanalyse erfolgt im Rahmen einer quasi-experimentellen Feldstudie im Längsschnittdesign.
32 Grundschulen erproben gemeinsam mit 49 Kindergärten das „Bildungshaus 3 – 10“ als Modelleinrichtungen. 25 Grundschulen und 45 Kindergärten wirken als Vergleichseinrichtungen mit. Letztere kooperieren miteinander wie bisher.
In den Modell- und Vergleichseinrichtungen werden seit 2009 Daten auf unterschiedlichen Ebenen und unter Nutzung verschiedener Datenquellen erhoben. Um herauszufinden, ob Kinder, Einrichtungen und Pädagogen vom „Bildungshaus 3 – 10“ profitieren, werden die Daten der Vergleichseinrichtungen den Daten der Modelleinrichtungen gegenübergestellt.

Entwicklung der Kinder
Kindergartenkinder gehen in die Schule, Schulkinder gehen in den Kindergarten und gemeinsam spielen und lernen sie. Dabei erhofft man sich positive Impulse für die Entwicklung aller Kinder.
Untersucht werden sowohl die Fachkompetenzen und Kenntnisse der Kinder als auch ihre soziale und emotionale Entwicklung.
Bei den Fachkompetenzen und Kenntnissen interessieren insbesondere die mathematischen Basisfähigkeiten und der Schriftspracherwerb.
Bei der sozialen und emotionalen Entwicklung geht es um die personale und soziale Kompetenz der Kinder, ihre Haltungen und Einstellungen zu sich selbst, zu anderen, zur Schule und zum Lernen.

Entwicklung der Einrichtungen
Wenn Kindergarten und Schule eng zusammenarbeiten, entstehen neue Anforderungen an die Gestaltung von Lernumgebungen. Die Kindergarten- und Schulkinder sollen gemeinsam lernen, jedoch weder über- noch unterfordert werden.
Untersucht wird, ob sich durch die Teilnahme am Modellprojekt der pädagogische Alltag in den Einrichtungen verändert. Beispielsweise in der Raumgestaltung und in den Interaktionen zwischen Pädagogen und Kindern, oder auch in der Gestaltung des regulären Unterrichts im Anfangsunterricht.

Wirkung auf pädagogische Fachkräfte
Das Bildungshaus erfordert durch die enge Zusammenarbeit von Erzieherinnen, Erziehern und Lehrkräften ein hohes Maß an Organisation, damit die gemeinsame Vorbereitung, Durchführung und Reflexion der Bildungshausaktivitäten realisiert werden kann. Es müssen zum Beispiel Besprechungszeiten gefunden werden, die sich sowohl für den Kindergarten als auch für die Schule umsetzen lassen – was manchmal gar nicht so einfach ist, wenn die Schule um 13 Uhr schließt und der Kindergarten Ganztagsbetreuung anbietet.
Im Rahmen der Wirkungsanalyse werden der pädagogische Austausch, die Belastung und Arbeitszufriedenheit und die Innovationsfreude der Fachkräfte untersucht.